Rohstoffrückverfolgbarkeit
Grüner Tee · Camellia sinensis
Anwendungen zur Regulierung der Talgproduktion und als Antioxidans; Extraktion mit Wasser oder Alkohol, vor Licht und hohen Temperaturen schützen.
Inhaltsstoffprofil
Allgemeine Informationen zu dieser Pflanze, öffentlich überprüfbar.
Wissenschaftlicher Name
Camellia sinensis
Typische Anbaugebiete
Zhejiang und Fujian, China
Verwendeter Pflanzenteil
Junge Blätter (Frühjahrsernte)
Wichtigste Wirkstoffe
Teepolyphenole, mit EGCG als Hauptverbindung
Übliche Anwendungsrichtungen
Anwendungen zur Ölkontrolle und als Antioxidans; Extraktion mit Wasser oder Alkohol erforderlich, vor Licht und hohen Temperaturen schützen.
Formulierungsnotizen aus der öffentlich zugänglichen Formulierungspraxis und Fabrikserfahrung. Keine regulatorischen Grenzwerte.
Einsatzort
3 Formulierungen in der Datenbank verwenden dieses Rohmaterial
Einschlägige Einträge öffnen, um den gesamten Prozesszeitraum anzuzeigen.
Mechanismus – siehe den chinesischen Eintrag; keine Maschinennübersetzung.
Formulierungs- und Prozesshinweise
Die drei Dinge, die bei der Probenahme tatsächlich schief gehen.
Inkompatibilitäten und Problemstellen
1) Metallionen sind der Hauptfeind: Beim Kontakt mit Eisen oder Kupfer entstehen sofort farbige Komplexverbindungen, die von Gelb nach Braun bis hin zu dunkelgrün-schwarz umschlagen. Die Metallquellen sind nicht nur die Formulierung selbst, sondern auch Leitungswasser, Roststellen an Kochtöpfen, Rohrverschleiß sowie EisenVerunreinigungen in Farb- und Talkumpulvern. 2) Bei pH-Werten über 6,5 steigt die Oxidationsgeschwindigkeit der Catechine deutlich an; lokale Hoch-pH-Zonen im Kontakt mit Alkalisierungsmitteln wie Triethanolamin oder Aminomethylpropanol reichen aus, um die Bräunung einzuleiten. 3) Die gleichzeitige Anwendung mit Ascorbinsäure-Abkömmlingen wirkt kurzfristig als Farbschutz, doch die beiden Substanzen verbrauchen sich gegenseitig – im weiteren Verlauf brechen sie gemeinsam zusammen und sollten nicht als Stabilisierungslösung betrachtet werden. 4) Bei Kombination mit kationischen Conditioning-Agentien, hydrolysierten Proteinen und Peptiden führt die Tannin-Bindung zu Trübung oder Flockung; zudem kann die Aktivität der Peptide beeinträchtigt werden. 5) Peroxide und Systeme mit aktivem Chlor sind vollständig inkompatibel. 6) Die gleichzeitige Formulierung mit eisenreichen natürlichen Mineralfarbpigmenten (bestimmte Erdtöne, Eisenoxid-Familie) trübt den Gesamteindruck ein.
Stabilität
Die charakteristischste Erscheinung ist die Braunfärbung durch Licht- und Sauerstoffeinfluss – wässrige Lösungen mit Catechingehalt verfärben sich nach Lagerung gelb, und hier steht die Catechin-Oxidation an erster Stelle der Verdachtsliste. Temperatur wirkt als Beschleuniger: oberhalb von 80 °C ist die Farbveränderung bereits nach kurzer Zeit sichtbar; eine beschleunigte Stabilitätsprüfung bei 45 °C über einen Monat liefert oftmals bereits Aussagen zur Produktlebensdauer.
Wichtige Punkte beim Chargenbeginn
Die Zugabereihenfolge ist entscheidend: Das Chelatisierungsmittel zuerst in das Aufbereitungs water geben und umrühren, danach den Extrakt zugeben – niemals umgekehrt. Wird der Extrakt zuerst zugegeben und das Chelatisierungsmittel erst später ergänzt, ist die Bräunung bereits eingetreten und irreversible. Pulverformate zuvor in deionisiertes Wasser oder Butylenglycol auflösen und dann in den Mischprozess einbringen. Die obere Temperaturgrenze liegt bei 50 °C; in der Praxis erfolgt die Zugabe in der Abkühlphase bei 40–45 °C, keinesfalls parallel zur Hochtemperatur-Haltephase. Vor Produktionsstart Kochtöpfe und Rohrleitungen auf freie Roststellen überprüfen, kupferne Komponenten sind verboten. Fallstricke beim Scale-up: Das Headspace-Volumen und die Zirkulationszeit in großen Töpfen sind länger als bei kleinen Proben, die Sauerstoffaufnahme ist höher, und die Farbdifferenz zwischen Chargen ist deutlicher ausgeprägt als im Labormaßstab. Es wird empfohlen, pro Charge Farbplatten zu hinterlegen und einen zulässigen Farbdifferenzbereich festzulegen. Gleichzeitig verändert sich bei paralleler Duftstoffzugabe die Top-Note durch die Bräunungsreaktion; Duftstoff-Konsistenzproben sollten daher auf Basis einer großmaßstäblichen Charge angefertigt werden. Bei der Probenabgabe an Kunden stets sowohl die Tagesprobe als auch die Probe nach 45 °C / 1 Monat als Farbvergleich bereitstellen und die Erwartungen im Voraus kommunizieren – das erspart nachträgliche Erläuterungen erheblich.
Regulatorischer Status
Der neueste amtliche Text gilt.
Verzeichnis der in China verwendeten kosmetischen Rohstoffe
Verzeichnis-Nummer 01605 · Standard-Chinesischer Name „Extrakt aus Teeblättern (CAMELLIA SINENSIS)“ (Anhang zur Bekanntmachung Nr. 62/2021 der Nationalen Medizinproduktbehörde NMPA)
Höchster historischer Einsatzwert
Für Leave-on-Produkte: 80,839 %. Gemäß Erläuterung VIII der Bekanntmachung kann dieser Wert als Nachweistyp für den „Vereinfachten Bericht zur kosmetischen Sicherheitsbewertung“ herangezogen werden; es handelt sich um einen historisch erfassten Wert, nicht um eine gesetzlich festgelegte Grenzgröße.
China
Bei pflanzlichen Extrakten mit üblicher Anwendungsrichtung ist zu bestätigen, dass der Rohstoff im Verzeichnis der in China verwendeten kosmetischen Rohstoffe gelistet ist und über einen Sicherheitsinformationscode für Rohstoffe verfügt; maßgebend ist der neueste offizielle Text.
Europäische Union
Nach üblicher Verwendung als pflanzlicher Extrakt; die Sicherheitsbewertung muss Rückstände von Lösungsmitteln und Schwermetalle abdecken; maßgebend ist der neueste offizielle Text.
USA
Allgemeine regelmäßige Verwendung als Kosmetikwirkstoff; antioxidative Aussagen dürfen nicht in therapeutische Behauptungen umgewandelt werden; maßgebend ist der neueste offizielle Text.
Asien-Pazifik
In Japan, Südkorea sowie Südostasien überwiegend als konventioneller Kosmetikrohstoff verwendet; konkrete Anmelde- und Beschränkungsanforderungen sind entsprechend den Marktregeln des Zielgebiets einzeln zu überprüfen; maßgebend ist der neueste offizielle Text.
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