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BIOSPHERE-AIOne plant. An Eastern mission.

Zutatenbeschaffung

Vaccinium myrtillus

Vaccinium Myrtillus Fruchtextrakt — siehe den Eintrag in der Rohstoffdatenbank für Formulierungshinweise.

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Zutatenakte

Öffentlich einsehbare allgemeine Informationen zu dieser Pflanze.

  • Botanischer Name

    Vaccinium myrtillus

  • Typische Anbaugebiete

    Wälder in Nordeuropa und Osteuropa

  • INCI-Name

    Vaccinium Myrtillus Fruit Extract

  • Häufige Anwendung

    antioxidativ, beruhigend, anti-aging

Formulierungsnotizen aus offener Formulierungspraxis und Fabrik-Erfahrung. Keine regulatorischen Grenzwerte.

Mechanismus — siehe den chinesischen Eintrag; nicht maschinell übersetzt.

Anweisungen zu Formulierung und Prozess

Die drei häufigsten Fehlerquellen in der Musterphase.

  • Inkompatibilitäten und kritische Fehlerpunkte

    pH ist der größte Risiko­faktor: Bei pH < 3 ist die Farbe rötlich, bei 3–5 wechselt sie von Rot zu pinkviolett, bei 6–7 zu Violett bis Blau und bei > 7 zu blaugrün, von wo aus sie schnell in gelbbraun übergeht. Jede Zutat, die den pH-Wert erhöht – z. B. Aminomethylpropanol, Triethanolamin, Natriumhydroxid, alkalische Seifenbasen, Niacinamid- Lösungen mit hohem pH oder bestimmte alkalische Erhaltungsmittel – verändert die Endfarbe unmittelbar. Das ist kein Stabilitätsproblem, sondern ein Frage der Formulierungs­gestaltung. Mit Aluminium- und Eisenionen entstehen blauviolette Komplexe, die zu Farbabweichungen führen, die sich von Charge zu Charge nicht reproduzieren lassen. Mit sulfatisierenden Antioxidationsmitteln treten additiv-entfärbende Reaktionen auf; der Farbwert geht faktisch verloren. Sulfite dürfen in solchen Rezepten nicht als Antioxidationsmittel eingesetzt werden. Hochkonzentrierte Ascorbinsäure beschleunigt den Abbau der beiden Komponenten gegenseitig, sodass die Farbe schneller verblasst als bei getrenntem Einsatz. Abhängig vom Tannin- Hintergrund in der Formulierung besteht mit kationischen Konditionierungsmitteln und Proteinen ebenfalls ein Risiko der Komplexbildung und Trübung.

  • Stabilität

    Die Hauptfaktoren sind Licht, Sauerstoff und pH-Drift, danach Temperatur. In transparenten Verpackungen zeigt sich bereits nach ein bis zwei Monaten unter Ladenbeleuchtung eine sichtbare Entfärbung. Technisch muss der pH-Wert durch ein Puffersystem (Citronensäure/Natriumcitrat oder Milchsäure/Natriumlactat) im Bereich 3,2–4,2 fixiert werden, nicht nur einmalig eingestellt – in ungedämpften Systemen driftet der pH-Wert über die Zeit nach oben und die Farbe wandert mit. Zusätzlich werden lichtschutz­behaftete Verpackungen und Chelatbildner zur Verhinderung von Metall­färbungen eingesetzt; Sulfite werden ausgeschlossen. Wenn Kund:innen sowohl eine helle als auch eine stabile Farbe wünschen, ist der pragmatischere Ansatz geringere Zusätze und die Verwendung von licht­beständigen Farbstoffen, um Aktivität und Färbung separat zu behandeln. Diese Abwägung muss vor der Mustererstellung geklärt werden, nicht erst nach der dreimonatigen Lagerung der Stichproben.

  • Zugabepunkte in der Produktion

    Extrakt oder Pulver zunächst in kaltem Wasser oder Wasser-Butylenglykol lösen, während des gesamten Vorgangs nicht über 40 °C, keine gemeinsame Erhitzung mit der Wasserphase. Es handelt sich um eine Zutat für die spätere Zugabe; nach der Emulsifikation und Abkühlung auf 35–40 °C einarbeiten. Die Grund­einstellung des pH-Werts muss vor der Zugabe der Anthocyane erfolgen; danach nur Feinjustierung durch langsame Zugabe verdünnter Säuren oder Basen bei gleichzeitiger Rührung. Bei der Zugabe starker Basen entstehen lokal blaue Flecken, die sich nach dem Rühren nicht mehr vollständig auflösen; diese Charge ist zu verwerfen. An der Abfülllinie längeres Verweilen bei offener Beleuchtung vermeiden. Skalierungs­fehler liegen im pH-Übeprüfungspunkt: Wenn kleine Muster sofort abgefüllt werden, können in der Großproduktion sechs bis vierundzwanzig Stunden zwischen pH-Einstellung und Abfüllung liegen. In dieser Zeit driftet der pH-Wert und die Farbe wandert. Das SOP muss vorsehen, den pH-Wert vor der Abfüllung erneut zu prüfen und mit der Referenzfarbkarte zu vergleichen; bei Abweichung zuerst zurückstellen und dann abfüllen. Stichproben müssen in denselben Verpackungen wie das Endprodukt aufbewahrt werden; Erkenntnisse aus transparenten Flaschen sind für opak verpackte Produkte nicht aussagekräftig.

Regulatorischer Status

Der neueste offizielle Text hat Vorrang.

  • Verzeichnis der in China verwendeten Kosmetik-Rohstoffe

    Verzeichnisnummer 05023 · Standard-Chinese Name „European Bilberry (VACCINIUM MYRTILLUS) Fruit Extract“ (Anhang der Bekanntmachung Nr. 62/2021 der NMPA)

  • Höchster historischer Anwendungsgrad

    Rins-off-Produkte 19,8 %. Laut Bekanntmachung (Abschnitt 8) kann dies als Evidenzkategorie für den „Kosmetik-Sicherheitsbewertungsbericht (vereinfachte Version)“ herangezogen werden; es handelt sich um einen historischen Erfassungswert, nicht um einen regulatorischen Grenzwert.

  • China

    Beim routinemäßigen Einsatz als Kosmetik-Rohstoff sind der Erfassungsstatus des Rohstoffs sowie die Rohstoffsicherheitsinformationen zu prüfen; wenn die Farbe als Färbewirkung in Anspruch genommen wird, sind gesondert die Regelungen für Farbstoffe zu überprüfen. Maßgeblich ist der neueste offizielle Text.

  • EU

    Innerhalb des EU-Rechtsrahmens kann der Stoff routinemäßig als Kosmetik-Zutat verwendet werden; bei Verwendung als Färbewirkung ist gesondert die Farbstoff-Liste zu überprüfen. Maßgeblich ist der neueste offizielle Text.

  • USA

    In den USA wird der Stoff im Rahmen der Kosmetik-Regulierung routinemäßig verwendet; bei einer Färbewirkung sind gesondert die Anforderungen an die Farbstoff-Regulierung zu überprüfen. Maßgeblich ist der neueste offizielle Text.

  • Asien-Pazifik

    Auf den Hauptmärkten Japan, Südkorea und Südostasiens ist der Stoff allgemein verfügbar; jede Prüfung muss gemäß den jeweiligen nationalen Rohstoffverzeichnissen und den Farbstoff-Regelungen einzeln erfolgen. Maßgeblich ist der neueste offizielle Text.

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