Beschaffung der Rohstoffe
Tremella fuciformis
Tremella fuciformis (Pilz)-Extrakt – siehe den Eintrag in der Rohstoffbibliothek für Formulierungsanmerkungen.
Inhaltsstoffdossier
Öffentlich überprüfbare allgemeine Informationen zu dieser Pflanze.
Botanischer Name
Tremella fuciformis
Typische Anbaugebiete
Gutian in Fujian und Tongjiang in Sichuan, China
INCI-Bezeichnung
Tremella Fuciformis (Mushroom) Extract
Übliche Anwendung
feuchtigkeitsspendend, hautbarrierestärkend, aufpolsternd
Formulierungsnotizen aus öffentlichen Formulierungspraktiken und Werkerfahrung. Keine regulatorischen Grenzwerte.
Mechanism – siehe den Eintrag im chinesischen Sprachgebiet; keine Maschinenübersetzung.
Formulierungs- und Prozesshinweise
Die drei Probleme, die im Stichprobenstadium tatsächlich auftreten.
Inkompatibilitäten und häufige Fehlerquellen
Ist anionisch. Beim Mischen mit kationischen Polymeren (Polquaternium-7/-10, Guar Hydroxypropyltrimoniumchlorid) oder kationischen Tensiden kommt es zu Ladungsausgleich, was zu flockiger Trübheit, Wandablagerung und einem plötzlichen Viskositätsabfall führt. Hohe Konzentrationen von Elektrolyten (Natriumchlorid, Magnesiumsulfat, salzhaltige Wirkstoffe, salzhaltige Algenextrakte) komprimieren die Polymerketten und senken die Viskosität erheblich. Ethanol über ca. 20 % führt zur Dehydratation des Polysaccharids und zur Re-Turbidity des Systems. Beim Einsatz zusammen mit Carbomer oder Acrylat-Verdickungsmitteln ist die Viskositätssteigerung nicht linear; es kommt häufig zu Überdickung, fadenziehender Konsistenz und weißen Streifen beim Auftrag. Die Dosierungen beider Komponenten müssen neu ausbalanciert werden, anstatt die Einzelrezepturen einfach zu addieren. Konzentrierte Peroxide als oxidische Rohstoffe spalten die Polysaccharidketten, wodurch die Viskosität während der Lagerung kontinuierlich abnimmt.
Stabilität
Das Pulver ist stark hygroskopisch. Nach dem Öffnen muss es luftdicht und trocken gelagert werden; bei Feuchtigkeitsaufnahme verklebt es und lässt sich nur schwer vollständig hydratisieren. Langzeitlagerung von wässrigen Lösungen bei über 80 °C führt zu Kettenabbau und einem irreversiblen Viskositätsverlust. Ein pH-Wert unter 3,5 oder deutlich basische Bedingungen verursachen ebenfalls Hydrolyse. Die Lösung ist nährstoffreich und dient als gutes mikrobielles Kulturmedium. Bereitetes Gel darf nicht über Nacht gelagert werden; die Herstellung muss innerhalb eines funktionierenden Konservierungssystems erfolgen, bestätigt durch einen Konservierungsnachweis (Challenge Test). Lichtempfindlichkeit ist gering, aber in Gegenwart freier Metallionen beschleunigt sich der oxidative Abbau; der Einsatz von Komplexbildnern wird empfohlen. Der entscheidende Punkt ist der deutliche Unterschied in Molekulargewicht und Viskosität zwischen Chargen. Bei gleicher prozentualer Dosierung kann die Konsistenz des Endprodukts um eine Stufe variieren. Die Dosierung sollte daher anhand der Zielviskosität und nicht nach festem Prozentsatz erfolgen.
Schwerpunkte bei der Chargenführung im Werk
Das Pulver muss zunächst in kaltem Wasser oder Glycerin/Propylenglykol vorgemischt und dann in die wässrige Phase gegeben werden. Direktes Einwerfen in stehendes Wasser führt zur sofortigen Oberflächenhydratisierung und Bildung von „Fischaugen“, die sich nicht mehr auflösen lassen und nur durch Sieben entfernt werden können. Es wird empfohlen, eine 1–2-%-Mutterbrühe herzustellen, langsam unter Rühren zuzugeben, über Nacht stehen zu lassen für vollständige Hydratisierung und anschließend anteilig in den Hauptkessel einzugabe. Dies verbessert die Chargenkonsistenz deutlich. Die Erhitzung der wässrigen Phase sollte bei max. 70–75 °C bleiben und die Haltezeit kurz gehalten werden. In Emulsionssystemen wird die Mutterbrühe erst bei Abkühlung unter 45 °C beigegeben. Nach der Hydratisierung nur mit langsamem Rührwerk umrühren; intensive Homogenisierung führt zum Scherungsabbau der Viskosität, der nicht rückgängig gemacht werden kann. Größte Herausforderung bei der Skalierung: Die Viskosität variiert zwischen Rohstoffchargen. Im Pilotstadium muss eine Kurve Viskosität vs. Dosierung erstellt werden. Die Viskosität des Endprodukts muss als Qualitätskennzahl in die Prozesskontrolle aufgenommen werden, nicht nur die Dosierung prozentual geprüft werden.
Regulatorischer Status
Es gilt der jeweils aktuellste offizielle Text.
Verzeichnis der in China eingesetzten kosmetischen Rohstoffe
Verzeichnungsnummer 07929 · Standard-Chinesischer Name „Polysaccharid aus Tremella Fuciformis (Sporenbecher-Schleimpilz)“ (Anhang zur Ankündigung Nr. 62/2021 des chinesischen Arzneimittel- und Medizinprodukteverwaltungsamtes NMPA)
Historisch höchste Einsatzmenge
Abspülende Produkte 8 % · Langlebige Produkte 5 %. Gemäß Anmerkung 8 der Ankündigung kann dies als Beweistyp für den „Kosmetik-Sicherheitsbewertungsbericht (Vereinfachte Version)“ dienen; dies ist ein historisch erfasster Wert und kein gesetzlicher Grenzwert.
China
Allgemeine Verwendung als Pilzextrakt. Der Anbieter muss die in China eingesetzten Rohstoffinformationen sowie die Konsistenz der Artenspezies für diesen Rohstoff bestätigen. Es gilt der jeweils aktuellste offizielle Text.
EU
Allgemeine Verwendung als kosmetischer Rohstoff. Der Anbieter stellt die Sicherheitsdaten und Spezifikationen bereit. Es gilt der jeweils aktuellste offizielle Text.
USA
Allgemeine Verwendung. Überprüfung gemäß den Regeln des Zielmarktes. Es gilt der jeweils aktuellste offizielle Text.
Asien-Pazifik
Allgemeine Verwendung in Japan, Südkorea und Südostasien. In einigen Märkten sind für Pilzextrakte ergänzende Angaben zu Herkunft und Verarbeitungstechnik erforderlich. Es gilt der jeweils aktuellste offizielle Text.
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